Klara’s Schreibtipps: Katze Klara schreibt!



Nein. Da ist doch was falsch. Klaras Schreibtipps? Oder gar Klara‘s Schreibtipp’s? Die richtige Verwendung von Apostrophen erklären wir Ihnen hier – Klar(a) kommuniziert:

So wie wir Wörter aus anderen Sprachen übernehmen, hat sich auch das apostrophierte Genitiv-s, also das besitzanzeigende s, aus dem Englischen zu uns durchgesetzt. Seit der Rechtschreibreform ist das laut Duden sogar zulässig, obwohl auch nur in Ausnahmefällen, wenn man die Grundform des Wortes betonen möchte. Man darf es also verwenden, wenn man beispielsweise „Herbert’s Würstelbude“ eröffnet, da so der Name besser erkenntlich wird.

Nicht zum „Apostroph-Deppen“ werden!

Normalerweise (!) wird ein Genitiv-s nicht apostrophiert, obwohl im Englischen „Clara‘s writing tips“ durchaus zulässig wäre. Außerdem hat das „Deppen-Apostroph“ seinen schlechten Ruf noch immer nicht ganz abgelegt, weshalb wir empfehlen, darauf zu verzichten.

Anderes gilt für das Plural-s, also für ein s am Wortende, das die Mehrzahl kennzeichnet. Dieses s sollte nicht mit einem Apostroph versehen werden. Die Steigerungsform der Stricherl-Unsitte:
recht’s, nicht’s etc.

Hier hat das kleine Stricherl absolut nichts verloren, denn das s gehört zum Wort.

… und ganz umsonst ist der kleine Strich doch nicht.

Generell kommt die deutsche Sprache also fast ganz ohne dieses Zeichen aus. Man kann es, muss es aber nicht setzen, wenn das Pronomen „es“ zu einem „s“ verkürzt wurde.
Beispiel: Schlimmer geht’s immer. Und man muss es setzen, wenn aus einem Wort etwas ausgelassen wurde – wenn etwa aus „Kurfürstendamm“ auf einmal „Ku’damm“ wird.

Alles klar?